THW Jugend Sachsen

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Von der Rettungskette über die Leitstelle zum Verletztentransport mit der Seilbahn

2012_04_21 Jugend Ausbildung (1)Mit immer noch etwas flauem Gefühl aber stolz und zufrieden Übergaben die Kinder und Jugendlichen Ihren aus großer Not geretteten Wanderer an den Rettungsdienst.

Was war geschehen?


Ein Wanderer war bei der Vorsperre der Talsperre Malter abgestürzt und fiel dabei mehrere Meter hangabwärts. Dabei zog er sich einen offenen Bruch im Oberschenkel zu. So bot sich das Geschehen als die Jugendgruppe das Einsatzgebiet erreichte. Die erwachsenen Helfer waren bereits seit geraumer Zeit vor Ort. Als Vorbereitung für die Jugendgruppe hatten sie bereits die Einsatzstelle ausgeleuchtet und eine Seilbahn errichtet, um einen Zugang zu dem Verunglückten zu schaffen.

Sofort verschafften sich die heutigen Gruppen- und Truppführer der Jugend einen Überblick über die Lage. Zwischen ihrem derzeitigen Standort und dem Letzten lag nur eine kurze Wegstrecke, Luftlinie ca. 20 Meter. Aber dazwischen ging es erst 3 Meter steil bergab. Dann musste ein Fluss und dann wieder eine Böschung überwunden werden, ehe sie nach einer kurzen Wegstrecke beim Wanderer ankamen.

Nach einer kurzen Absprache mit dem örtlichen Einsatzleiter der erwachsenen THW-Helfer entschieden sich die Jugendlichen sich in 2 Gruppen aufzuteilen. Die erste Gruppe bediente die Seilbahn und transportierte die zweite Gruppe über das mit Wasser gefüllte Tal. Kaum auf der anderen Seite angekommen, kümmerte sich diese Gruppe sofort um den Verletzten.

Mittels Spineboard transportierten Sie den Wanderer von der Unglücksstelle bis zur Seilbahn. Nach weiteren kräftezehrenden Minuten konnten, hatten sie ihn endlich mittels Schleifkorb und Seilbahn über den Flusstransport. Einsatz erfüllt. Da staunten auch die großen, welches Geschick sich die Kinder und Jugendlichen in ihrer heutigen (21.04.2012) Ausbildung angeeignet hatten.

Diese hatte am Morgen mit dem Lernen von Knoten, welche für den Betrieb der Seilbahn benötigt worden, begonnen. Im Anschluss lernten Sie die Rettungskette (Unfallstelle absichern – Notruf absetzten – 1. Hilfe leisten – Übergabe an den Rettungsdienst – Trabsport in das Krankenhaus) und das Absetzten eines Notrufes kennen. Zur Festigung wandelten sie ihr neues Wissen in künstlerische Kreide-Bilder um.

Im Anschluss erfolgte der Besuch der Leitstelle in Dippoldiswalde. Neben der Besichtigung eines Rettungswagens, erhielten Sie auch eine Führung durch die Leitstelle.Nach einem herzhaften Mittagessen, zubereitet durch die Fachgruppe Räumen, wurde es nun endgültig ernst. Nun begann die praktische Ausbildung mit dem geschilderten Einsatzgeschehen.

Als kleine Belohnung durften zum Abschluss alle Kinder und Jugendlichen noch einmal mit der Seilbahn fahren. Für besonders großen Spaß sorgte dabei vor allem die mehr oder weniger unfreiwillige Bade-, und Schwimmeinlage des heutigen Ausbildungsleiters Lars Werthmann. Diesen hatten die Kinder überredet ebenfalls einmal Seilbahn zu fahren um ihn dann an der tiefsten Stelle des Flusses ist Wasser abzusenken.

Text und Bild: Michael Hahne, BÖ OV Dippoldiswalde

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